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Artikel:

Rundschau: Machtlos gegen Drogen

Gestern Abend ist also der Beitrag über die Dopingkontrollen am Leichtathletikmeeting Weltklasse Zürich in der Rundschau auf SF ausgestrahlt worden. Da ich selber im Dopingkontrollteam mithelfe, war ich natürlich gespannt was der Leutschenbach-VJ zusammengeschnitten hat.
Der Beitrag war einigermassen ausgewogen, obwohl das Auftreten und forsche Fragen des Journalisten anderes hatte erahnen lassen. Möglich dass er keine Lücken gefunden hat, die er hätte auskosten können – und das ist gut so.

Einzig die suggerierte Gesamtaussage „die bescheissen, werden mit diesen Kontrollen eh nicht erwischt“, kann man vielleicht diskutieren.
Bei den Kontrollen an Meetings und Titelkämpfen kann aus logistischen und finanziellen Gründen nicht mehr als mittels Stichproben kontrolliert werden. Immerhin sind allfällige Manipulationen vor der Dopingkontrolle bei der Leichtathletik praktisch unmöglich, mit der sofortigen Begleitung der Athleten – im Gegensatz zum Radsport, wo sich der Fahrer nach der Zieldurchfahrt erst einmal unbeobachtet in sein Team-Motorhome zurückziehen kann…

Um den Betrügern wirklich auf die Spur zu kommen, helfen schlussendlich wohl nur häufigere, unangemeldete Trainingskontrollen, wie sie bereits seit einiger Zeit aber leider nur in wenigen Ländern (darunter die Schweiz und Deutschland), durchgeführt werden.

Letzigrund Bahn angewärmt

Gruppenfoto im LetzigrundVorgestern Abend war ich mit einigen Freunden im Letzigrund, um im Vorfeld vom morgigen Weltklasse einmal auszutesten, wie lange so eine Bahnrunde wirklich ist. Das Ambiente war anregend: ein paar Cracks drehten lockere einige Runden, darunter beispielsweise die 400m Läuferin Sanya Richards. Jedenfalls war’s im Letzigrund auch ein paar Tage vor dem Grossevent wie immer, die Türen waren offen, jedermann konnte ins Stadion – auch das ein positiver Aspekt unter dem Kapitel Lebensqualität in der Schweiz. Andernorts hätte man vermutlich zwischen einem Kordon von Sicherheitsleuten einen halben Blick ins Stadion werfen können…
Als erstes nahmen wir die Bahnrunde in Angriff. Mit meinen 70 Sekunden, war ich einigermassen zufrieden. Nur wenn man das ins Verhältnis setzt wird’s düster: über 60% langsamer als der Weltrekord und hochgerechnet ungefähr das Thema das die Marathonläufer im Schnitt auf die Strasse bringen.
Den Versuch über 800m musst ich nach wenigen Metern mit Krämpfen in den Waden abbrechen – super.
Die 1500m habe ich dann vorsichtig begonnen und konnte wenigstens einigermassen gleichmässig die Strecke in knappen sechs Minuten meistern.

So oder so war’s lustig und motivierend, und ich freue mich auf morgen Abend, wenn ich das Privileg haben werde, die Könner von ganz nahe zu sehen.