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Artikel:

Sinn und Unsinn in der Frühförderung

Im aktuellen Migros Magazin ist der Artikel Fit fürs Leben ohne teure Kurse zu finden, der sich mit Sinn und Unsinn von Kursen zur Frühförderung von Kleinkindern auseinandersetzt.

Es ist wohl im Kontext der ‚teuren‘ Kurse zu begründen, dass zwei Beispiele von geschiedenen Eltern mit Kinder gewählt wurden, allerdings müssen sich auch alle anderen Familien mit der Thematik auseinandersetzen. Und dies nicht in erster Linie wegen des Geldes sondern vor allem wegen des Kindswohls. So gesehen ist vor allem das kurze Interview mit Remo Largo interessant und gibt eine gute Grundlage zum Thema.

Ich sehe es in der eigenen Familie und speziell auch in der Krippe: die Kinder profitieren vor allem von anderen Kindern und dem Input von Erwachsenen um neue Dinge zu entdecken – sie sind bei weitem interessiert genug. Und alle anderen Sachen lernen sie später, wenn sie daran interessiert sind auch noch bestens.

Volksschulgesetz im Kt. Zürich (5.6.)

Ebenfalls am kommenden Wochenende wird im Kanton Zürich über die Revision des Volksschulgesetzes abgestimmt. Es ist dies eine Neuauflage der Vorlage aus dem Jahr 2002, welche um die Einführung der Grundstufe (fliessender Übergang Kindergarten/Schule) reduziert wurde.

Als Familienvater von bald einmal schulpflichtigen Kindern und Vorstandsmitglied in einer Kindertagesstätte bin ich an dieser Vorlage sehr interessiert. Meine Meinung ist eigentlich ohnehin schon gegeben, habe ich doch schon vor drei Jahren ‚Ja‘ gesagt zur damaligen Revision.
Hier nochmals meine wichtigsten Punkte um der Vorlage zuzustimmen:

  • Blockzeiten und  ausserschulische Betreuung: ein absolutes Muss in der heutigen Zeit, denn ohne die verbindliche Festlegung dieser Punkte, wird ein modernes Familienleben, welches die partnerschaftliche Aufteilung der Aufgaben – Erziehung der Kinder und Sicherstellen des Familieneinkommens – unter den beiden Elternteilen als Fundament hat, praktisch verunmöglicht. Insbesondere wenn die Familie zwei und mehr Kinder umfasst.
  • Geleitete Schulen: Heutzutage muss sich die Schule mit viel mehr als nur dem Vermitteln von Lerninhalten auseinandersetzen. Die Schulleitung hilft hier, dem Lehrpersonal den Rücken freizuhalten, bzw. Richtlinien und Hilfestellungen für die entsprechenden Probleme zu geben.
  • Abschaffung der Bezirksschulpflege: dieses Organ, von dem ich vor der Diskussion um die Revision, nie etwas gehört habe, scheint mir mit dem Ersatz durch eine professionelle Organisation adäquat ersetzt zu sein. Einen Demokratieverlust kann ich hier nicht feststellen.

Im Übrigen können mich die Argumente der Gegner nicht wirklich überzeugen, die sich vor allem an den organisatorischen Änderungen stören, diese dann aber mit einem negativen Einfluss auf die Lernhinhalte verknüpfen, der für mich nicht nachvollziehbar ist. Es bleibt der Verdacht, dass die im Nein-Komitee aktiven Lehrerverbände, sich aus einer gewissen Bequemlichkeit grundsätzlich gegen Veränderungen sträuben.

Wer sich selber ein Bild der Argumente machen will findet die entsprechenden Informationen unter folgenden Links: