{"id":153,"date":"2005-02-08T22:06:47","date_gmt":"2005-02-08T21:06:47","guid":{"rendered":"\/?p=153"},"modified":"2005-02-08T22:48:37","modified_gmt":"2005-02-08T21:48:37","slug":"wegwerf-elektronikgeraete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andare.ch\/blog\/2005\/02\/wegwerf-elektronikgeraete\/","title":{"rendered":"Wegwerf-Elektronikger\u00e4te"},"content":{"rendered":"<div class='microid-95558e5ed204ef9775822700aaf0956da94c0ec9'><p>Elektronische Ger\u00e4te aller Art, seien es Computer, Mobiltelefone, Digitalkameras, Fernseher oder HiFi Anlagen werden immer g\u00fcnstiger. An und f\u00fcr sich ist das eigentlich eine nette Sache, aber wenn der Punkt kommt, an dem das Ger\u00e4t streikt, aktualisiert werden sollte oder etwas kaputt geht, dann kommt die Kehrseite der Medaille zum Vorschein.<\/p>\n<p>Verschiedene Diskussionen in den letzten Wochen und der <a href=\"http:\/\/www.sonntagszeitung.ch\/dyn\/news\/multimedia\/464580.html\">Hauptartikel<\/a> in der letzten Sonntagszeitung im Multimedia Bund sind Grund genug, dieses Thema ein wenig zusammenzufassen und einmal zu schauen, was andere dazu denken.<\/p>\n<h4>Tiefe Preise<\/h4>\n<p>Das Kaufverhalten der Konsumenten ist so verschieden, wie die Konsumenten selber. Der Preis spielt aber immer auch eine Rolle und wenn die Preise immer tiefer angesetzt werden, dann bekommt dieser Faktor immer mehr Gewicht und das Verhalten der Konsumenten scheint sich anzugleichen. Da diese Tendenz nun schon einige Zeit anh\u00e4lt, scheint die Taktik der Hersteller aufzugehen.<br \/>Offensichtlich ist aber auch, dass mit den tieferen Preisen zwangsl\u00e4ufig die Margen sinken und damit &#8211; trotz h\u00f6heren Verkaufszahlen &#8211; irgendwo Einsparungen gemacht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h4>Reparaturen \/ Support<\/h4>\n<p>Ein Aspekt, bei dem offenbar gespart wird, ist der Reparaturservice. Die Garantielaufzeiten werden k\u00fcrzer und Reparaturen immer teurer. Es stellt sich somit bei einem Reparaturfall unmittelbar die Frage, ob sich das noch lohnt: soll ich f\u00fcr eine Digitalkamera, die ich f\u00fcr 200 Fr. erstanden habe, nun vorab schon 80 Fr. f\u00fcr einen Kostenvoranschlag investieren? Da die Reparaturdienstleistung mittlerweilen bei vielen Herstellern an Drittanbieter ausgelagert wurden, sind damit auch die Kosten gleich nochmals gestiegen.<br \/>Die Intention der Hersteller scheint darauf zuzulaufen, den Konsumenten m\u00f6glichst schnell wieder ein neues Ger\u00e4t zu verkaufen (mit neuen Features, die er eigentlich nicht braucht&#8230;) und das ganze Thema Reparatur m\u00f6glichst los zu werden. Vielfach muss auch konstatiert werden, dass Ger\u00e4te gar nicht so konstruiert wurden, als dass man sie \u00fcberhaupt reparieren k\u00f6nnte bzw. nicht mit einem finanziellen Aufwand der in einer vern\u00fcnftigen Relation zum Kaufpreis steht.<\/p>\n<h4>Ersatzteile \/ Updates<\/h4>\n<p>Es kommt vor, dass ein Teil eines Ger\u00e4tes Schaden nimmt, der eigentlich vom Konsumenten einfach selber ersetzt werden k\u00f6nnte. Beispielsweise die Klappe eines Handy. Mit den richtigen Bekanntschaften und\/oder Spezialwissen kann sich ein Teil der Betroffenen selber helfen, alle anderen sind auf die (verh\u00e4ltnism\u00e4ssig) \u00fcberteuerten Reparaturkan\u00e4le angewiesen. Ganz zu schweigen davon, dass das Prozedere der Reparatur meist zwei Wochen und mehr in Anspruch nimmt, w\u00e4hrendessen man auf das Ger\u00e4t verzichten oder einen Ersatz organisieren muss.<br \/>Desgleichen mit Ger\u00e4ten, welche \u00fcber Firmware Updates aktualisiert werden k\u00f6nnen: die allermeisten Anbieter stellen die M\u00f6glichkeit gar nicht zur Verf\u00fcgung, den Konsumenten dies selber machen zu lassen, obwohl es in den allermeisten F\u00e4llen absolut trivial ist. Nat\u00fcrlich sollen diejenigen, die sich das nicht zutrauen, dies von einem Fachmann erledigen lassen k\u00f6nnen &#8211; aber auch nur mit ein paar Minuten Wartezeit&#8230;<\/p>\n<p>Oftmals fehlt es auch schlicht an der entsprechenden Kommunikation, wie am Beispiel von Navigationssystemen in Fahrzeugen beobachtet werden kann. Informationen seitens der Autohersteller sind praktisch inexistent, meist sind nicht einmal die H\u00e4ndler im Bild \u00fcber den aktuellen Stand. Es ist bezeichnend, dass die besten Informationen \u00fcber das Navigationssystem in den Eurovans \u00fcber eine Usergroup zu erhalten sind, inkl. den neuesten Softwareupdates. Und zur Kr\u00f6nung des Ganzen, sind offenbar auch die offiziellen H\u00e4ndler unter den eifrigsten Teilnehmer dieser Gemeinschaft, weil sie nur so an die von den Kunden erwarteten Informationen kommen&#8230;<\/p>\n<h4>Fazit<\/h4>\n<p>Es stellen sich eine ganze Reihe von Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>k\u00f6nnen die Hersteller mit dieser Strategie darauf hoffen \u00fcberhaupt noch eine Markenloyalit\u00e4t zu erreichen, da sich die Konsumenten nach den ersten Problemen, bei den Produkten der Konkurrenz umschauen? Oder z\u00e4hlen sie darauf, dass der Kunde, nachdem er den gleichen \u00c4rger bei der Konkurrenz erlebt hat, wieder zur\u00fcckkommt? Wollen sie \u00fcberhaupt Loyalit\u00e4t?<\/li>\n<li>wieviel h\u00f6here Preise sind die Konsumenten bereit zu zahlen, wenn sie wissen, dass sie einen guten und preiswerten Service mitkaufen?<\/li>\n<li>wie steht es mit dem \u00f6kologischen Gewissen sowohl der Hersteller wie auch der Konsumenten?<\/li>\n<li>wie lange machen das die Konsumenten noch mit? Und die Hersteller?<\/li>\n<\/ul>\n<p \/>\n<p>Ich kann nur f\u00fcr mich sprechen, aber ich w\u00fcrde es vorzuziehen, f\u00fcr qualitativ bessere Ger\u00e4te und einen besseren Service mehr zu zahlen. Alternativ dazu m\u00fcsste es bei einem billigen Ger\u00e4t m\u00f6glich sein, gewisse Reparaturen und Updates selber machen zu k\u00f6nnen, oder an einem schnellen und ebenfalls billigen Servicepunkt.<\/p><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elektronische Ger\u00e4te aller Art, seien es Computer, Mobiltelefone, Digitalkameras, Fernseher oder HiFi Anlagen werden immer g\u00fcnstiger. 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